Tierschutz

Wenn Du erwartest hier schlimme Bilder zu sehen, Propaganda, zum Thema Tierschutz zu lesen oder Vermittlungstiere zu finden, wirst Du enttäuscht sein bzw. kannst beruhigt sein.
Auf dieser Seite möchte ich Dir nur ein paar meiner persönlichen Gedanken zum Thema Tierschutzarbeit mitteilen. Zu allen anderen Gebieten gibt es ja etliche Seiten im www.




Gedanken

Mein größter Wunsch ist es,
- dass wir das Wort „Tierschutz“ irgendwann gar nicht mehr brauchen, weil die Tier nicht mehr vor irgendetwas oder irgendwem geschützt werden müssen.
- dass alle Tierheime geschlossen werden können, weil es keinen Bedarf mehr dafür gibt.
- dass Menschen, Tiere und Natur in Liebe, Achtung und Mitgefühl miteinander leben.
Die Welt in ihrer Entwicklung in diese Richtung zu unterstützen, das möchte ich, soweit es in meinen Möglichkeiten steht, tun.

Wie aber erreicht man es, dass Menschen ihre Art des Umgangs mit und die Einstellungen zu den Tieren und der Natur verändern und heilen...?

schildkröte

Viele glauben je mehr grausame Bilder sie den Menschen präsentieren, je mehr Angst und Abscheu sie erzeugen, desto eher und schneller würden sie sich für die Tiere einsetzen.
Stimmt das wirklich? Ist es nicht viel mehr so, dass viele dann gar nicht mehr hinschauen wollen und diese Tatsachen verdrängen, einfach „wegdrücken“, wie so viele andere schlechten Nachrichten auch?

Ich möchte Dir dazu ein paar Beispiele aufzeigen, die ich selbst erlebt habe.

Zu meiner „Sturm und Drang - Zeit“ in Sachen Tierschutz habe ich vielen Menschen beim Essen von Fleisch aufgezählt, was sie da gerade essen oder „gezwungen“ sich mal anzusehen, was der Fleisch- und Fischkosum verursacht.

Mit dem Erfolg, dass tatsächlich auch ein paar wenige zu einer vegetarischen Ernährung wechselten.
Dass diese „Methode“ nicht nachhaltig wirkt, weiß ich heute auch... Nur wenige haben „durchgehalten“ und einige wollen heute gar nichts mehr vom Leid der Tiere durch unsere Art der Ernährung wissen, geschweige denn mit mir darüber reden.

Lotti

Nun war ich also seit Jahren stolz darauf mich vegetarisch zu ernähren, hatte mit vielen Widerständen und leidigen Diskussionen zu kämpfen, aber mir war es wichtig und so konnte ich das gut aushalten.
Dann wurde mir durch verschiedene andere Tierschützer und Vereine immer wieder vor Augen geführt, dass auch der Konsum von Milch Leid und Tod von Tieren bedeutet. Das alles wusste ich schon, hatte all die schlimmen Bilder gesehen und war doch nicht bereit mein Leben weiter zu ändern.... viele Jahre...
Bis dann eines Tages die Geburt eines Kalbes, bei der ich anwesend sein durfte, dazwischen kam. Dieses Wunder zu sehen und den erschöpften aber liebevollen Blick der Mutterkuh auf ihr Kind rührte mich sehr. Aber die Gewissheit, dass dieses Mutter-Kind-Glück alsbald zerrissen würde, die Mutter in den Alltag von fressen, etwas laufen und 2 mal gemolken werden zurück gebracht würde, während das Kalb getrennt von der wichtigsten Person in seinem Leben, zwischen anderen verlassenen Kälbern, groß werden würde, macht mir das Herz schwer.

Das und nur das hat meinen Entschluss nach und nach auch auf Milch zu verzichten gefestigt und lässt mich heute erst diesen Weg gehen....
...nicht die grausamen Bilder und das Geschimpfe der anderen Tierschützer.
Diese Szene im Stall rührte in mir etwas Bekanntes an. Die Erkenntnis, dass dieses Urgefühl, die Sehnsucht, Liebe und Geborgenheit zwischen Mutter und Kind auch zwischen diesen beiden Tieren wirkte, kam ganz leise und ohne Dramaturgie in mein Leben geschlichen und ich trage sie wie ein Geschenk in meinem Herzen.

infostand

Ähnlich war es bei den sogenannten Kampfhunden, für die ich mich seit Beginn der Medienhatz im Jahr 2000 einsetze.
Ich selbst musste zwar nicht überzeugt werden, dass es einfach „nur“ Hunde sind, aber mein Umfeld musste und muss das oft sehr wohl und so begann ich vor über 10 Jahren meine ehrenamtliche Tätigkeit als Pflegestelle für solche Hunderassen erstmal mit 3 Welpen.


welpis

Diese kleinen Rabauken eroberten viele Herzen, im wahrsten Sinne des Wortes im Sturm und schafften es, dass ich viele Menschen fand, die mich seit dem in meiner „Arbeit“ unterstützen.

Vor allem der „Olli“ ist mir heute eine große Hilfe, auch anfänglich unsichere Menschen erstmals in Kontakt mit einem „SoKa“ (sogenannter Kampfhund) zu bringen.
Ein besonders schönes Erlebnis hatte wir bei einem Schulbesuch mit Hund in einer Grundschule, wo eines der Kinder generell Angst vor Hunden hatte.
Irgendwie haben wir alle gemeinsam es geschafft eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich dieser Junge "vorwagen" konnte und „Olli“ dann von sich aus streicheln wollte.
„Olli“ nahm dann jedoch eines der Futterstücke für seine Verhältnisse untypisch hastig an. Das hat den Jungen etwas erschreckt und ich dachte schon: Mist! Jetzt gab es zum Schluss doch noch eine schlechte Erfahrung...
Aber was machte dieses Kind? Anstatt schnell aus der Situation zu gehen, reagierte es seinen "Stress /Schreck" ab in dem er „Olli“ einfach noch mal streichelte und dabei richtig erleichtert ausatmete....
Ich war ganz schön gerührt und habe diese Erfahrung auch für uns als sehr wertvoll empfunden. Scheinbar ließ seine freie Entscheidung ihn auch diese Stresssituation besser tragen.


Auf unseren Reisen während der „Auszeit“ begegnete uns in vielen Ländern ,wie Rumänien, Bulgarien, Albanien, Ungarn etc. an vielen Tagen das Leid der Straßenhunde. Überfahren, dünn, räudig, ängstlich, von Steinen vertrieben begegneten wir ihnen vor allem in den Städten. Ich bekam, so wie viele deutsche Tierschützer, die sich im Ausland engagieren, kurzfristig eine furchtbare Wut auf alle Menschen dieser Länder. Alle!. Und dazu auch gleich noch auf die vielen deutschen Tierschützer, die sich gegen Auslandtierschutz aussprechen...
Wo es möglich war fütterten wir oder gaben auch Spenden an ortsansässige Orgas ab. Irgendwie fühlte sich das jedoch für mich nicht nach „genug“ an, aber mitnehmen konnten wir kein Tier, hatten wir im „Reisefixx“ doch gerade Platz für uns 4....

hunde rumänien

In Rumänien verbrachten wir dann einige Zeit in der Nähe einer Gruppe Waldarbeiter, die mit Kindern und Frauen in einem einfachen „Zeltplanenlager lebten“ und arbeiteten.
Um dieses Lager herum sammelten sich immer wieder einige Streuner. Warum wohl? Diese Menschen, die selbst kaum etwas hatten teilten ihre Nahrung mit denen, die noch ärmer dran waren, den aus den Städten vertriebenen Hunden.
Auch das machte mich nachdenklich und es war auch diese Szene, die ich nach meiner Heimkehr oft erzählte.
So kam es, dass eine Tierschützerin, mit der ich bereits viele heiße Diskussionen über den Auslandstierschutz geführt hatte, plötzlich sagte: „Mona du kennst meine Meinung dazu, Hunde und Katzen aus dem Ausland hier her zu holen, aber wenn wir dort vor Ort helfen können mache ich mit. Schau bei uns nach was du brauchen kannst und nimm. Wir haben doch von allem so viel.“


Sachspendensammlung 4

..und so entstand die erste große Sachspendensammelaktion....


Und DAS ist für mich der richtige Weg. Wir müssen doch nicht in allem der gleichen Meinung auf dem gleichen „Entwicklungsstand“ sein. Wer bestimmt überhaupt was der richtige „Entwicklungsstand“ ist?
Wenn wir es schaffen Menschen anzuregen, aus sich selbst heraus mit den Tieren in direkten und emotionalen Kontakt zu treten oder zu helfen, dann sind wir auf dem rechten Pfad.
Jeder in seinem Tempo, unter Würdigung jedes noch so kleinen Schrittes.
Was nicht heißt, dass ich nicht auf Demos gehe, aber ich hoffe eher auf eine friedliche Entwicklung zu einer friedlichen Welt. Auch wenn meine jetzige Lebenszeit vielleicht nicht mehr reichen wird, um das Ergebnis zu sehen, so möchte ich dabei helfen diese gute Energie zu verbreiten.


Wenn Du Dich dadurch nun angesprochen fühlst, bist Du herzlich eingeladen, Dich nach Deinen Möglichkeiten daran zu beteiligen.

Natürlich bin ich auch für ganz praktische Hilfe sehr dankbar, dazu lies bitte unter:
Deine Mithilfe