Tierschutz
"Wir sind Tierschützer. Unsere Arbeit ist niemals getan. Unser zu Hause ist nie ruhig. Unser Konto ist immer leer.....
aber unsere Herzen sind immer gefüllt."
(unbekannter Autor)
Auf dieser Seite findet ihr außer meiner ganz persönlichen Meinung zu verschiedenen Tierschutzthemen auch eine Linksammlung. Auf die Veröffentlichung von schlimmen Bildern habe ich bewusst verzichtet. Ich respektiere es, dass manche Menschen diesen Anblick nicht ertragen können, möchte aber das alle die hier geschriebenen Worte lesen...
Bilder, die die Wahrheit zeigen gibt es auf anderen Seiten genug zu sehen. Nur unter SoKa´s gibt es ein paar Fotos, die man aber extra aufrufen muss und im Text nicht zu sehen sind.
Wer möchte darf mir gerne weiter Links von seriösen Tierschützern im In- und Ausland schicken.
Auslandstierschutz
Unsere „Probefahrt“ durch mehrere Länder wie Albanien, Rumänien, Ungarn, Bulgarien etc. konfrontierten mich direkt mit dem Leid der Straßenhunde. Schon immer war mir klar, dass man dort helfen muss und dass es schlimm sein würde...
Nun sah ich mit eigenen Augen Städte voller magerer Streuner, Welpen, die dem Straßenverkehr zu Opfer fielen und tote Hunde, die ungeachtet am Straßenrand lagen wie bei uns Amseln und Igel (wobei ich mich gerade frage wieso beachtet die bei uns keiner??).
Menschen, die mit Steinen nach Hunden werfen, Kettenhunde ohne Schutzhütte, verängstigte Blicke wenn ich mich ihnen näherte und flüchtende Hunde, wenn ich mich bückte (Steinwürfe gehören für diese Hunde zum Alltag).
Füttert man, macht man was falsch, weil sie anschließend von den Menschen dort vertrieben werden, füttert man nicht fühlt man sich auch schlecht...es war grausig.
Wut stieg in mir auf, bei dem Gedanken, dass es in meiner Heimat „Tierschützer“ gibt, die grundsätzlich gegen die Aufnahme von ausländischen Hunden in Deutschland sind. 
(Hunde in Rumänien)
Ich wünschte sie mir mitten nach Craiova, an die Strasse mit den 2 toten Welpen, den 3 völlig verzweifelten Hunden die durch einen Steine werfenden Mann in den Verkehr getrieben wurden und die unzähligen Hunde in den Baustellen, Bushaltestellen, auf Müllplätzen, Parkplätzen und an Firmentoren. Sollten sie diesen gequälten Kreaturen UND MIR ins Gesicht sagen, dass sie besser im eigenen Land aufgehoben sind und man dort mit Aufklärungsarbeit mehr helfen kann als wenn man sie zu Lasten unserer deutschen Hunde in die Tierheime holt. Na dann viel Spaß beim Versuch einem Menschen, der bei der Stadt „Schwanzgeld“ für einen Hundeschwanz ohne Hund bekommt , davon zu überzeugen, dass es sinnvoll ist diese Tiere zu füttern, zu kastrieren und in einem Körbchen schlafen zu lassen. Von dieser Vorstellung sind diese Länder noch Lichtjahre entfernt; die haben ganz andere Probleme. Manche haben selbst kaum ein Dach über dem Kopf und Einstellungen, die über Generationen bestehen, diskutiert und informiert man nicht einfach so weg. Natürlich ist es sinnvoll Tierrechte dort anzustreben, aber dafür braucht man Jahre und soviel Zeit hat der kleine schwarze Welpe mit eine Steh und einem Klappohr an der Ampel gar nicht. Bis dahin ist er platt gefahren, hat lebendig seinen Schwanz verloren (man erinnere ohne Hund reicht!) oder wurde bei einer „Säuberungsaktion“ unsanft in den Hundehimmel geschickt.
Sicher, auch ich weiß, dass es viele unseriöse Machenschaften im Bereich Auslandstierschutz gibt. Aber es gibt fast überall angesehene gute Vereine vor Ort, die jeder mit ein klein bisschen Mühe ausfindig machen kann.
(Herdenschutzhund mit einem Stachelhalsband, so wie es eigentlich gedacht war - Stachel nach außen.
Im Ausland haben sie noch einen Job und das Halsband seine Berechtigung)
Dann gibt es noch das Argument: Die fühlen sich doch gar nicht wohl bei uns. Die leben frei auf der Straße und kommen in Deutschland gar nicht klar.
Ja, bei vielen Streunern denke ich auch ein deutsches Hundeleben wäre für sie eine Qual. Sie wollen nichts mit den Menschen zu tun haben, was ich ihnen angesichts der Situation nicht verübeln kann. Sowieso ist die Denkweise: Hunde müssen doch Menschen mögen und mit ihnen leben wollen, wohl sehr einseitig. Die Freiheit, wenn auch immer auf der Hut und immer mit fast leerem Bauch, einzutauschen gegen ein Körbchen im Warmen, satt zu essen, und langweilige Spaziergänge an der Leine durch die überreglementierten, dicht bevölkerten deutschen Parkanlagen, das ist wohl für viele Streuner nichts. ABER eben nicht für alle! Etliche dürsten nach menschlichem Kontakt und den Welpen steht doch noch die ganze Welt offen. Warum sollen wir die kleinen Mäuse nicht ALLE her holen?
Glauben die oben zitierten „Tierschützer“ wirklich, dass jemand der einen Hundewelpen möchte, ins Tierheim geht und sich dort einen schwarzen 6 jährigen Hund mit kleinen Macken holt? Nein! Die fragen vielleicht nach und bekommen dann oft die Auskunft, dass es sehr selten Welpen im Tierheim gibt und dann gehen sie zum Züchter oder kaufen einen der vielen Mischlinge aus einem „Versehen“ in 3ter Generation...
Also da ist mir, wo ich mit der Auswahl der Hundeinteressenten „meiner“ Pflegehunde echt suuper pingelig bin, doch ein mittlere Platz für einen kleinen Ungarn, Spanier, Polen oder Rumänen lieber, als die Gewissheit dass er im Ursprungsland schon tot sein könnten. Und der 6jährige schwarze Hund wird im Tierheim hoffentlich so lange liebevoll umsorgt, bis genau die richtigen Menschen daher kommen.
(Tierheime im Ausland sind zwar erstmal eine Rettung, aber oft wird nach kurzer Frist aussortiert. In Deutschland hätten viele dieser Hunde eine Zukunft)
Und auch die bösen Zungen, die den im Auslandtierschutz aktiven Tierheimen unterstellen sie würden mit der Vermittlung dieser Hunde Geld verdienen, möchte ich mal fragen, was so schlimm daran ist endlich mal ein Tier ohne finanziellen Verlust zu vermitteln? Die unzähligen engagierten Tierschützer, die ihr Freizeit für die Tiere opfern, werden sich sicher nicht daran bereichern können denn es gibt genug Tierschutzarbeit, die diese kleinen Summen verschlingen. Und ethischer als in den Ferien an den Pensionstieren ein paar Euros zu verdienen finde ich es ebenfalls....
Dafür gibt es Tierpensionen, für die aber sind manche Tierhalter zu geizig und greifen auf die „billigen“ Tierheime zurück. Wer sich Urlaub leisten kann muss auch das Tier mit einrechnen...(Ausnahmen gibt es natürlich, wie überall)
Das ganze Vermittlungsgebaren muss natürlich gut organisiert und abgesichert werden. So sollten die zukünftige Halter Ansprechpartner und Hilfe in deutschen Tierheimen finden, die auch die Vermittlungsverträge für die Tiere machen. Es kann immer mal, wie bei jeder Tiervermittlung, vorkommen, dass ein Tier zurück kommt und da muss eine problemlose Unterbringung und Weitervermittlung der Pechvögel gesichert sein.
Ich glaube all das ist machbar, wenn man denn will und Tierschutz mit ganzer Seele betreibt.
Aber kaum ein Volk ist so zänkisch wie die Tierschützer untereinander. Ich verstehe nicht warum. Man kann darüber streiten, ob nun Katzen grundsätzlich nur in Wohnung vermittelt werden sollen oder Freigang brauchen, oder ob Hund und Kind zusammen passen, ob ein Tierschützer Vegetarier sein muss, usw. Aber der Grundgedanke ist doch bei uns allen gleich: Wir wollen den Tieren helfen, sie retten schützen und ihnen eine Zukunft ermöglichen. Wir lieben und achten Tiere, Wir sprechen ihnen Rechte zu, die wir zur Not auch für sie erkämpfen. Die Tiere können sich auf uns verlassen.
(Pferde nach der Arbeit - das ist Frei-Zeit)
Also wo ist das Problem? Müssen wir dafür in allen Bereichen gleicher Meinung sein? Können wir vielleicht wenigstens, wenn es um lebensbedrohende Situationen geht, unsere persönlichen Ansichten, zum Wohle der Tiere mal kurz zur Seite stellen?
Ich bin bekennender Hunderetter mit einer Vorliebe für Staff. und co, darin liegen meine Hauptaktivitäten und an diese Sorte Mäuse habe ich mein Herz verschenkt, das schränkt meinen Blick sicher manchmal ein. Trotzdem kümmere ich mich natürlich auch darum, wenn jemand seine Schafe vernachlässigt oder eine Katze verletzt an der Strasse liegt (dafür habe ich meine geliebten Hunde schon mal mit sehr bösen Worten im Auto in Schach gehalten, damit ich mit dem armen Tier und 3 frei fliegenden Hunden heile zum Tierarzt kam). Ich beherbergte schon Sittiche, Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen, Katzen, Schildkröten, Krähen, Eichhörnchen, Igel und viele, viele Hunde. Ich bin Vegetarier und doch füttere ich meine Hund mit Fleisch....
Vor vielen Jahre hatte ich mal einen bösen Streit mit einer Tierschützerin (oh ja Mona kann manchmal auch ganz schön unverträglich mit Artgenossen sein..). Dieser endete mit dem Ergebnis, dass sich unsere Wege in Zukunft trennten und jeder seine Form des Tierschutzes machte. Als ich ging sagte ich zu ihr: „ Weißt du R. egal wie sehr wir uns jetzt gezankt haben und egal ob es für uns feststeht, dass wir nicht mehr zusammen arbeiten wollen, wenn du mich heute Nacht anrufst und sagst: „Mona in Löhne liegt eine verletzte Katze an der Bahnhofstraße. Kannst du mitkommen sie zu holen.“ Fahre ich sofort los und helfe dir, der Katze zur Liebe.... Das ist für mich Tierschutz!
Niemand ist perfekt, aber es ist viel erreicht, wenn wir alle mit kleinen Schritten und ohne Profilneurosen auf den rechten Weg kämen...
Bei meinen Schilderungen im Bekanntenkreis wurde ich mit verschiedenen Meinungen konfrontiert. So erlebte ich komische Reaktionen von anderen Reisenden in den besagten Ländern, die die Missstände einfach verdrängten. Puh, mich regte das maßlos auf, worauf eine liebe Freundin sagte: „Mona die Leute brauchen vielleicht mal ihren Urlaub, um sich von ihrem stressigen Alltag zu erholen“ (Danke liebe H. für diese Anregung)
Ja, das sehe ich ein! Doch muss man deshalb weg sehen und sich nichts tuend in die Sonne legen? Man kann immer etwas tun! Man kann z.B. den Urlaub in vollen Zügen genießen und beim Rückflug Flugpate für ein paar gerettete Tiere werden. Man kann bei einer Autoreise Sachspenden an ein Projekt vor Ort bringen und dann die Füße im Strandkorb hochlegen. Man kann ein verletztes oder misshandeltes Tier wenigstens den Tierschützern vor Ort melden, ein Projekt finanziell unterstützen oder von Deutschland aus etwas organisieren. Nicht jeder ist dafür gestrickt in einem Tierheim zu helfen, aber eine kleine Kleinigkeit kann doch jeder tun.
Da hörte ich dann Stimmen die sagten: „Mona ich wusste gar nicht an wen ich mich dort wenden soll!“ Dieses Problem greife ich mal auf und öffne hier eine Linksammlung, in der so nach und nach hoffentlich jeder etwas findet.
Für die Inhalte, der verlinkten Seiten und die Ideologien der jeweiligen Tierschutzvereine kann ich natürlich keine Verantwortung übernehmen und hoffe bei der Aussortierung schwarzer Schafe auf Eure Hilfe.
Um das „die bösen Tierquäler im Ausland“ Vorurteil etwas zu berichtigen möchte ich noch über die Tiere auf dem Land im Ausland, das ich sah, schreiben:
Hunde schlafen meistens draußen, hm kann man finden wie man will. (meine schlafen im Schlafzimmer und manchmal auch im Bett). Sie müssen weder Sitz noch Platz lernen oder an der Leine laufen, dürfen bellen wann immer sie wollen, laufen frei soweit es die Wohnlage erlaubt, damit meine ich nur den starken Verkehr, nicht Nachbarn die sich über einen Hundehaufen am Gartenzaun beschweren... Eigentlich haben sie kaum Einschränkungen, aber auch keine tierärztliche Versorgung, doch sie sahen meistens ganz gut und gut gelaunt aus (auf dem Land!!)
Und Herdenschutzhunde müssen sich, nach dem was ich über mehrere Tage beobachtet habe, nicht mit dem in Deutschland viel zitierten „großen eingezäunten Gelände“ begnügen. Sie sind stundenlang unterwegs, begleiten die Herden oder sehen selbstständig!!! nach den Herdentieren. Sie laufen weg, wenn man sich bückt, aber freudig zu ihren Hirten wenn diese sie rufen und bekommen eigentlich keine weiteren Kommandos. Die meisten Hunde in Deutschland haben nicht so viel Auslauf...
Weidetiere, wie Ziegen, Schafe, Kühe und auch Pferde laufen frei. 
(Geflügel sollte frei sein...)
Geflügel in kahlen Gehegen sah ich eigentlich so gut wie nie. Scharrende Banden von Hühnern, stolzierende Truthähne und Gänse am Wegesrand und auf den Feldern und Wiesen aber überall.
Esel und Pferde ziehen dort Wagen und Karren oder werden bei der Waldarbeit eingesetzt, haben aber nach getaner Arbeit frei und können grasen und sich wälzen.
Klar, die Einstellung zum Individuum Tier ist eine völlig andere, als wir Tierschützer uns wünschen, aber ich frage mich dürfen wir hier im sauberen Deutschland uneingeschränkt über die Tierhaltung und die Einstellung zu Tieren im Ausland urteilen ?
Wir mit unseren Massentierhaltungen und den dazu gehörenden industriellen Schlachtanlagen, steril in Stall und Halle gehaltenen Turnierpferden, wir mit unserer Maulkorb und Leinenpflicht (2 Meter „Freiheit“ für ein Lauftier...und das viele Jahre lang...). Wir mit unseren Meerschweinchen die in Kinderzimmern verhungern, Vögeln die einsam in kleinen Käfigen am Fenster stehen...
Ist denn die Tierhaltung bei uns wirklich so viel besser? Das kommt wohl darauf an aus wessen Blickwinkel man es betrachtet.
(Schweine gehören auf die Wiese, nicht in klimatisierte Ställe)
Versteht mich jetzt bloß nicht falsch! Es besteht dringend Handlungsbedarf zum Wohle der Tiere, aber das trifft auch für unser Land zu. Und die Anzahl der gequälten Seelen differiert wohl nicht so sehr wie auf den ersten Blick scheint.
So werdet ihr hier auch Links zu verschiedene Vereinen in Deutschland finden, denn auch hier werden helfende Hände, Spenden und moralische Unterstützung gebraucht.
Nun habe ich euch für´s Erste genug drangsaliert, den ein oder anderen verärgert, zum nachdenken gebracht und an brisanten Themen gekratzt.
Bitte sehr, ich bin gerne unbequem! Ihr kennt mich doch. Aber wenn es doch den Tieren hilft kann ich meinen Schnabel schlecht halten...
Werdet tätig und seht die lachenden Augen der geretteten Tiere, dann werdet ihr mich noch besser verstehen.




